Stefan Beyer

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Über mich

Was ist besser: Alles ein bisschen oder eine Sache richtig gut können?

Das könnte wohl meine Lebensfrage sein.

Vielfältigkeit

Es ist wie eine riesige Sammlung kleiner und großer Dinge im Keller: meistens braucht man sie nicht. Aber wenn, dann ist man froh, dass man sie hat...

Nicht jedes Interesse, dem ich vor Jahren einmal nachging, hat bis heute angehalten. Aber jede Auseinandersetzung mit einem neuen Material, einer Struktur, einem Werkzeug oder einer gedanklichen Herausforderung lässt vielfältige Erfahrungen wachsen.

Diese Erfahrungen kann ich oft gar nicht direkt gebrauchen. Aber indirekt kann ich in jede aktuelle und neue Tätigkeit ein breites Spektrum an Erfahrungen einfließen lassen. Und diese Erfahrungen wachsen mit jeder Minute, in der ich mit offenen Augen und Begeisterung durch diese Welt gehe...



Das abstraktes Leben und die Unabhängigkeit

Die meisten Dinge, die man so brauch, kann man sich im Supermarkt kaufen. Wir müssen (zum Glück?) keine Beete bestellen, keine Kleidung nähen und keine Häuser bauen – das erledigen alles andere für uns und wir bezahlen Sie dafür. Wie sollten wir das auch alles selbst machen, müssen wir doch Arbeiten gehen, um diese Menschen bezahlen zu können...

Mit dieser Versorgungssituation geht aber auch eine Entfremdung einher: Wer kann sich noch vorstellen, was für eine technische und handwerkliche Meisterleistung es ist, ein Hemd herzustellen? Man kann einfach in den Laden gehen und sich das schönste aussuchen, 30 Euro zahlen und hoffen, dass die Nähte halten... Wer macht sich ein Bild davon, was es bedeutet eine Kartoffel oder einen Schluck Wasser zu haben oder wie ein Apfel entsteht?

Mit der Kritik an einer solchen abstrakten Lebensweise geht es mir nicht um Folklore. Ich bin der Überzeugung, dass die Entfremdung, der Abstand von den natürlichen Ressourcen und Vorgängen einen respektlosen Umgang mit den Erzeugnissen fördert, diesen zumindest erst ermöglicht: wenn man nicht sieht, was passiert, so ist es einem eigentlich auch egal. Man kann sich ja nicht um alles kümmern.

Haben Sie schon mal probiert ... zu nähen – zu weben – zu stricken – Fäden zu spinnen – einen Acker zu pflügen – Bäume zu pflanzen – Obst, Gemüse und Getreide zu ernten – eine Mauern zu bauen – Löcher zu bohren – Holz, Eisen und Stein zu sägen – zu schleifen – zu schmieden – zu pflügen – Mehl zu mahlen – Brot zu backen – ...?

Erstellt: 11.04.2015; Geändert: 06.12.2015


„Nur die Vielfalt garantiert ein stabiles Ökosystem. Das widerspricht irgendwie der Einfalt der Menschen ...“
Wolfgang J. Reus, (1959 - 2006), deutscher Journalist, Satiriker, Aphoristiker und Lyriker
http://www.aphorismen.de/
„Polemik ist die Waffe der Wahrhaftigkeit gegen die Kaltschnäuzigkeit der Lügen.“
Elmar Kupke, (*1942), deutscher Aphoristiker und Stadtphilosoph
»Der Privatdemokrat«

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